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Erfahrungsbericht von Bettina
Wie Ihr vielleicht
auf der Mitgliederseite bei mir gesehen habt, züchte ich seit 1998 Müller
Edelpapageien nach.
Beim Beringen ist
noch nie etwas passiert bis zum Jahr 2007.
Es war für mich
das absolut schrecklichste Erlebnis, weil ich wusste ich bin allein
Schuld daran dass ein Tier sterben musste.
Klar es kann jedem
mal ein Fehler passieren, nur daraus lernt man, aber ich habe lang
gebraucht darüber weg zu kommen.
Um andere
vielleicht vor dem selben Fehler zu bewahren erzähle ich Euch meine
Geschichte:

Es war das Jahr
2007, mein Weibchen fing an Eier zu legen und ich freute mich sehr, in der Hoffnung
dass es wieder Nachwuchs geben würde. Es schlüpfte ein
Jungtier das ich auch im Alter von 15 Tagen beringte. Was dann geschah
war schrecklich, das Weibchen verteidigte natürlich den Kasten, und
ich dachte mir, lass Sie einfach in Ruhe und störe nicht so viel.
Wenn ich in den
Kasten schaute sah das Jungtier immer fit aus, ich machte aber den
Fehler und achtete nicht auf den Ring. Irgendwann fiel mir auf dass
der Fuß extrem dick war. Und da war es dann
zu spät, der Ring war über das Gelenk gerutscht, wuchs ein und
schnürte den Fuß ab. In Panik nahm ich
den nicht mal ganz 4 Wochen alten Vogel und fuhr zum Tierarzt.
Der Vogel hatte
einen Edelstahlring den konnte ich selbst nie entfernen, außerdem
saß er schon so eng...keine Chance.
Auch der Tierarzt
hatte so seine Probleme. Auf jeden Fall war
der Fuß 2 x gebrochen. Was tun????
Ich hatte die Wahl
zwischen einschläfern und operieren. Ich entschloss
mich zur OP und wartete....
Der Vogel bekam
dann noch einen Verband und einige Tage Antibiotika gespritzt.
Ich mußte Sie
natürlich von Hand aufziehen, zur Mutter rein mit dem Verband das
wäre nie gegangen. Sie war so lieb und anhänglich, damit sie nicht
allein aufwachsen musste setzte ich ihr noch ein
Mohrenkopfpapageienbaby dazu.
Die beiden
kuschelten miteinander und es sah alles schon ganz gut aus. Dann war der Tag
gekommen wo die Fäden gezogen werden sollten.
Ich fuhr mit der
Kleinen zum Tierarzt, dort angekommen öffnete ich meine Kiste und da
lag sie drin, während der Fahrt gestorben.
Ich war fix und
fertig, sogar dem Tierarzt kamen die Tränen. Was soll man da
sagen?
Operation
gelungen....Patient tot.....
Darum: Achtet
auf die Ringe. Passt auf, dass sie nicht übers Gelenk rutschen!
Ich habe daraus
gelernt, aber unsere kleine Darvina hat meinen Fehler nicht überlebt.

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